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Groove Attack magazine (RSS)
Friday, Mar 25 2016 | 06:47
Image: 1603287 Aufmerksamen Beobachtern der Geschehnisse im Riotvan-Camp dürfte der Name Jennifer Touch keineswegs unbekannt sein. Wir erinnern uns an ihre gesangliche Verfeinerung der New World EP und ihren noch ganz frischen Beitrag zur „Familiar Faces No.1“ Labelcompilation. Nach einer gleichfalls noch immer Kreise ziehenden EP in Zusammenarbeit mit Keinemusiks own Adam Port, die wiederum bei Pets verlegt wurde, ist es jetzt Zeit für die große Unabhängigkeitserklärung.

„Feeling C“ darf man ruhigen Gewissens ein Mini-Album nennen. Fünf Stücke sind drauf zuzüglich der digital only Zugabe „It To Come“. Ein Zyklus, der dem Hörer entgegen rauscht wie ein verloren geglaubter 87er Jahrgang aus den Staub beschichteten Tape-Archiven. Jennifer Touch verfolgt in diesen Produktionen einen Ansatz, der weit über das formale Aufköcheln der kanonisierten Retro-Suppe hinaus geht. Also der Retro-Suppe in die jeder zweite Producer glaubt hinein rotzen zu müssen, dem auf dem Flohmarkt mal die „Speak And Spell“ hinterher geworfen wurde. Touchs 80ies Verständnis ist da weitaus empathischer, völlig uninteressiert an schierer Sound-Nachäfferei, dafür ungleich huldvoller im Studium dieser sich immer weiter entfernenden Klangära.

Überdeutlich bereits im Opener „Feeling C“. Irrlichternde Synthies treffen auf rohen EBM Bounce und Touchs ätherische Vocals, die im aufgerissenen Delay den eigenen Echos hinterher laufen.
Das darauf folgende „Sell“ senkt sich zunächst in Basstiefen ab, überwindet aber fix den low pass filter und erweckt in seiner überpräsenten Hook etliche Erinnerungen an vergangene guilty pleasures. Sagen wir mal: Frühe Human League trifft Valerie Dore.
In „Elec“ dann süßlicher Q Lazarus Vibe und eine breitwandige, beinahe rein instrumentale Inszenierung. Eine Nummer, zu der sich, um mal im Referenzschema zu bleiben, Buffalo Bill jederzeit den Schniedel zwischen die Schenkel klemmen und vor dem Spiegel tanzen würde.
In „Wordless“ dann ein Wechselspiel zwischen spoken word-Einschüben und blitzenden Melodien, gepresst in den kühlsten dieser Floorbrocken.
Das beschließende „No One“ sucht dagegen die flächige Ausdehnung und schichtet seine Gesangs- und Synth-Spuren zu einem rauschenden Traum von Gegenwartsverweigerung. Available from 06.05.2016
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