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Monday, Apr 13 2015 | 13:48 Buy this now at GoodToGo (B2B)

WeekendDas zweite Album soll das schwerste sein, besagt eine alte Musikindustrie-Weisheit. Hört man sich “Für immer Wochenende” an, muss man diese jedoch relativieren: Der Rapper Weekend hat die vermeintliche Mammutaufgabe mit Bravour gelöst und eine Platte gemacht, die ihm nicht nur unfassbar gut steht, sondern seine Kunst auf ein neues Level hievt. Weekend ist nicht nur ein Sympathieträger erster Güte, sondern kann Geschichten erzählen wie kein Zweiter, das wissen wir seit seinem Debüt “Am Wochenende Rapper”. Diesmal steht jedoch nicht sein eigener Werdegang im Fokus – sondern die Geschichten an sich.

Rückblende in den Sommer 2013: Vom Titel des HipHop-Fachblattes “Juice” blickt ein halbnackter Weekend ein klein wenig schuldbewusst in die Szene, die er gerade aufgemischt hat. Und jeder, der die Karriere von Christoph Wiegand aus Gelsenkirchen bis dahin verfolgt hat, weiß ganz genau, wie es zu dieser Titelstory kam – schließlich konnte man das alles in Weekends Musik nachhören. Denn egal, ob besagtes Magazincover, das Signing beim Erfolgslabel Chimperator, die erste eigene Tour oder der erste Auftritt auf dem Splash!-Festival: Weekends Erlebnisse auf dem Weg in die Rap-Szene und -Industrie standen in seinen Songs oft genug im Mittelpunkt. Und das vorläufige Ende der Geschichte vom ehemaligen Battle-Rapper, der seinen Weg ins Game findet, war schließlich ein Happy End im besten Sinne: “Am Wochenende Rapper” landete auf einem sensationellen dritten Platz der deutschen Charts.

“Für meine Fans war es wirklich sehr einfach nachzuverfolgen, was ich alles gemacht hab”, lacht Weekend. “Aber mit dieser selbst inszenierten Truman Show ist jetzt Schluss. ‘Für immer Wochenende’ ist definitiv keine Dokumentation über mich selbst.” Die Tatsache, dass Weekend tatsächlich nicht mehr nur die Wochenenden als Rapper verbringt, sondern sich nun Vollzeit als Musiker betätigen kann, die findet im Albumtitel zwar ihren Niederschlag. Aber sonst geht’s vor allem um Themen, um gute Geschichten, ums Erzählen. Und egal, ob Weekend sich nun mit seiner Liebe zur Heimatstadt und den Homies beschäftigt, die Eigenheiten von Kindern reicher Eltern aufs Korn nimmt oder sich mit nervigen Rap-Fans aus dem Internet auseinandersetzt, stets glänzen seine Geschichten mit detailverliebter und kluger Beobachtungsgabe und einer perfekt austarierten Balance zwischen Empathie, Spott und Selbstironie. Ob nun die zwischenmenschliche Zwickmühle sozialer Verpflichtungen (“Happy Birthday”) oder unterschiedliche Erwartungshaltungen in der Beziehung (“Loser”) – wenn Weekend aus dem Leben erzählt, dann kann das jeder Mensch mit Herz und Hirn nachvollziehen. Und sich gleichermaßen ins Fäustchen lachen, wie dezent auf den Schlips getreten fühlen.

Auch musikalisch geht Weekend so geschmack- wie effektvoll vor: Aus den Produktionen der befreundeten Beatschmiede Peet, Bennett On u.a. spricht seine Vorliebe für einen Sound mit deutlicher HipHop-Erdung, der Weekends entsprechender Sozialisierung genauso viel schuldet, wie seiner mittlerweile äußerst beachtlichen Live-Erfahrung: Hits müssen nun mal scheppern, schließlich ist Rap im Weekend’schen Sinne zwar Entertainment für den Kopf, soll aber live natürlich auch Arsch und Hände bewegen. Wie man das am besten bewerkstelligt, kann man nun auf “Für immer Wochenende” nachhören. “Das ist das erste Mal, dass ich mit dem, was ich gemacht habe, im Nachhinein wirklich zufrieden bin”, freut sich Weekend. Und zufrieden sein, das kann er wirklich. Ab jetzt ist “Für immer Wochenende”.

chimperator.de

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