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Groove Attack magazine (RSS)
Tuesday, Jun 24 2014 | 12:34 Buy this now at GoodToGo (B2B)

Sierra KiddMit 17 Jahren ist Sierra Kidd schon ein annähernd kompletter Rapper und zugleich der erste seiner Generation. Die Industrie sagt ihm eine goldene Zukunft voraus, die Szene feiert ihn als riesiges Talent. Hinter dem Internet-Hype steckt jedoch weit mehr als nur der nächste mystifizierte Internet-Rapper mit hohen Klickzahlen. Sierra Kidds noch junges Leben ist von Rückschlägen und Enttäuschungen geprägt. Seine Musik ist ein Spiegel dessen.

1996 wird Sierra in Emden, inmitten ländlicher Kleinstadt-Idylle ostfriesischen Charmes, geboren. Otto Walkes kommt hier her, sonst gibt es wenig Erwähnenswertes zu berichten, über die Kleinstadt an der Nordseeküste, unweit der holländischen Grenze. “Die Leute, die hier aufwachsen, reden von der Großstadt und träumen von New York. Am Ende machen alle ihr Abitur, studieren, werden Anwalt und sesshaft. Ich war immer anders als alle. Und hatte deswegen nicht so viele Freunde. Eigentlich gar keine”, sagt Sierra Kidd.

In der Schule hänseln ihn die Mitschüler. Die breiten Hosen machten ihn zum Aussenseiter, seine ersten Rap-Texte werden belächelt. Zu Hause, als ältester unter sieben Geschwistern, übernimmt er die Vaterrolle und unterstützt seine alleinerziehende Mutter.

Zwischen diesen zwei Welten, erstreckt sich der innere Konflikt in Sierras “Kopfvilla”. Nachdem die erste große Liebe in die Brüche geht, verschanzt er sich zunehmend. Über seinen Vater, der die Familie später verlässt, kommt er erstmals mit Rap in Berührung. Er studiert die Textstrukturen von Kool Savas und Drake, analysiert den Flow von MoTrip und entwickelt daraus seine ersten eigenen Reimpatterns. In einer weiteren schlaflosen Nacht schreibt er “Kopfvilla”. Ein Schlüsselmoment und Neuanfang – kreativ, als auch menschlich. Im Internet wird er, aufgrund seiner komplexen und eindringlichen Reimstruktur, als neues Wunderkind gehandelt. Seine persönlichen Betrachtungen sind beinahe tiefenpsychologisch. Das Innere – die “Kopfvilla” – kehrt nach aussen und kollidiert mit der Wirklichkeit über flächigen, atmosphärischen Beats.

“Kein Schlaf mehr seit ich 13 bin,
Allein und das seit Mum und ich alleine mit dem Kleinen sind.
Schon damals nur gehasst … zur Schule gehen die meisten hin,
die mich damals gemobbt haben, denn auch ich war mal ein kleines Kind.”
(“Rosa Lila Pink”)

RAF Camora produziert seinen zweiten Internet-Hit “Rosa Lila Pink” und stellt ihn auf seinem Nummer-1-Album “Hoch2”, als Gast auf “Einmal Star und Zurück”, erstmals einer größeren Öffentlichkeit vor. In ihm findet Sierra einen musikalischen Mentor, Freund und kurz darauf seinen Labelboss. Trotz lukrativerer Angebote unterschreibt Sierra bei Indipendenza, wo er mit RAF einen Executive Producer im Rücken hat, der seine Vision umzusetzen weiß. “Meine Musik ist, so wie ich”, sagt Sierra, “sehr leidend und abgefuckt. Man hört dabei Stimmen im Kopf und fühlt sich unwohl. Wir haben das versucht auf die Beats zu übertragen. Es wird auf jeden Fall sehr unkonventionell”. Verhallte Gitarrenriffs und sphärische Flächen, die sich wie ein roter Faden durch Sierras Klangbild ziehen, finden sich Ende 2013 auch auf seiner ersten EP “Kopfvilla” wieder. Begeisterte Kritiken und der Einstieg auf Platz 43 der deutschen Single-Charts, machen den Kleinen zu einem der größten Newcomer der Rapspielzeit: Ein “Kidd Of Rap” ist geboren.

Mittlerweile entmystifiziert, berichten neben der Lokalpresse in Ostfriesland auch die großen Privatsender über den Anführer des #teamfucksleep. Sein mit großer Spannung erwartetes Solo-Albumdebüt “Nirgendwer” wird Anfang Juli erscheinen. Mit seiner neu-formierten Band arbeitet Sierra bereits an der Live-Umsetzung der Songs, die neben dem Splash!-Festival beim Rock am Ring, vielen weiteren Festivals und Ende des Jahres auch auf der ersten eigenen Tour präsentiert werden. “Wenn alles gut geht, bin ich bald ein Star”, rappt er auf dem Song “Niemand”, mit dem er sich bei 50.000 Facebook-Fans bedankte. Und auch wenn einige Konflikte der “Kopfvilla” noch immer nicht ausgefochten sind: Sierra befindet sich auf dem besten Wege dorthin.

www.kopfvilla.de

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