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Groove Attack magazine (RSS)
Thursday, Nov 06 2008 | 13:59 Buy this now at GoodToGo (B2B)

Françoiz Breut, one of the pioneering artists of the Nouvelle Scène Française is back with a follow up to her successful album “Une Saison Volée”. This time, she has written all songs on her own or together with her fabulous band. Musical influences like The Smiths, The Velvet Underground, The Seeds or The Electric Prunes can be traced in her new songs.

Françoiz Breut geht neue Wege – Die Emanzipation einer Künstlerin

Françoiz Breut ist die eigentliche Pionierin der Nouvelle Scène Française. Sie war es, die das Neue Französische Chanson im Ausland erst salonfähig machte. Dabei ist die Breut zunächst “nur” die zweite Stimme für ihren ehemaligen Lebenspartner Dominique A gewesen, der sie 1997 ermutigte, eine eigene Karriere zu starten. Von da an inspirierte die unnachahmliche Aura ihrer Stimme zahlreiche renommierte Songwriter, die die Stücke zu ihren bisherigen drei Alben lieferten. Auf ihrem neuen, vierten Werk “À l’aveuglette” geht Françoiz Breut nun einen Schritt weiter: Sie textete alle Stücke selbst und die Musik stammt nicht mehr von verschiedenen Komponisten, sondern ist das Gemeinschaftswerk ihrer jahrelang eingespielten Live-Band. “À l’aveuglette” ist dadurch ein sehr homogenes Breut-Album und toppt – vielleicht genau deswegen – sogar das hohe Niveau seiner Vorgänger.

Die Macht dieser Stimme hat schon vieles verändert. Vor allem hat Françoiz Breut Türen geöffnet. Ohne sie hätte bis heute vielleicht niemand Notiz vom dem genommen, was wir “Nouvelle Chanson” nennen – ein Genre, das sie durch ihre Präsenz entscheidend mitgeprägt und dem sie auch international Gehör verschafft hat. Ihre einzigartige, faszinierende Stimme war die ideale Botschafterin für die reichhaltige französische Szene und machte selbst ihre Songwriter – wie Dominique A, Katerine, Yann Tiersen und Jérôme Minière – im Ausland bekannt. Bands wie Herman Düne und Calexico nahmen in der Folge Stücke mit ihr auf, eine so prägende Gestalt wie Howe Gelb (Giant Sand) schrieb gar eine Hommage (“Letter to Françoiz”). Dominique A sagte einst über sie: “Alle lieben Françoiz”, und meinte damit nicht nur ihre musizierenden Kollegen, sondern eben ein Publikum, dass ihr sofort erlegen ist, sobald sie ihre Stimme erhebt. Françoiz Breut trat schon in England, den USA, Brasilien, Japan und Australien auf, bevor man dort Alben von Camille, Coralie Clément oder Rose überhaupt kaufen konnte. Ihre letzte Deutschland-Tournee unter dem Banner Le Pop war eine Erfolgsgeschichte, ihre Festival-Auftritte beim Haldern Pop, dem Freiburger Zeltfestival oder beim TFF in Rudolstadt sind heute längst Legende. Dabei hat sie vor allem mit dem Klischee der hauchend-säuselnden Chanteuse aufgeräumt. Nein, hier ist eine Sängerin, deren Stimme ein Markenzeichen ist, die einen sofortigen Wiedererkennungswert hat, wie man ihn vielleicht sonst Barbara, Nico oder Marianne Faithful zuschreibt.

Sie hat viel erreicht, doch jetzt bricht Françoiz Breut zu neuen Ufern auf. Für ihr neues Album “À l’aveuglette” schrieb Françoiz Breut sämtliche Texte selbst. Und die Musik entstand mit ihren langjährigen Bandmitgliedern Boris Gronemberger und Luc Rambo – im Proberaum. “Ich hatte ein wenig genug von meiner damaligen Arbeitsweise, auch wenn die Recherche nach Songs, die ich singen wollte, sehr interessant war und ich viele tolle Begegnungen dadurch hatte. Wenn ich nicht auf Tournee war, hatte ich jedoch oft das Gefühl, nicht wirklich ein professioneller Teil des Prozesses zu sein. Die Distanz zum Beruf des Songwriters/Musikers hat mir oft den Atem genommen. Jetzt spüre ich neue Luft. Ich hatte große Lust, etwas anderes zu machen aus der Furcht heraus, mich selbst zu langweilen.”, beschreibt Breut ihre Motivation.

Schon im September 2006 begannen Breut, Gronemberger und Rambo, die Texte Breuts gemeinsam zu vertonen. Luc Rambo gab oft den Weg anhand musikalischer Skizzen vor, die dann von der Band zu Songs geformt wurden. Der neuen Arbeitsweise verdanken wir ein Album, das um einiges homogener ist als seine Vorgänger. War es bisher allein Breuts Stimme, die das Material zusammenhielt, ist nun ein Werk entstanden, das den Hörer auch musikalisch mitnimmt und von einem Punkt zum nächsten führt. Trotz aller Nuancen und einer großen Bandbreite der Ausdrucksformen hält “À l’aveuglette” einen atmosphärischen Spannungsbogen und ist spürbar ein Album im besten Sinne, statt nur eine Sammlung von Chansons – ein Album, das viel mehr von der Persönlichkeit der Künstlerin preisgibt. War ihr Albumdebüt (1997) vor allem das Werk Dominique As, und die beiden Nachfolger (“Vingt à Trente Mille Jours”, 2000 und “Une Saison Volée”, 2005) von kollagenartigem Charakter, legt Françoiz Breut nun ein Album vor, das viel deutlicher die Handschrift der Künstlerin trägt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auf “À l’aveuglette” die musikalische Sozialisation der Französin deutliche Spuren hinterlassen hat: Als junger Fan von angloamerikanischem Garage-Rock und Punk fuhr Breut von ihrer nordfranzösischen Heimatstadt Cherbourg häufig übers Wochenende nach London, um dort Platten zu kaufen (meist verpasste sie den letzten Zug zurück und musste in Victoria Station übernachten). Ihre Schwester spielte ihr Nirvana und Mudhoney vor, später entdeckte Françoiz die Sixties für sich und damit Platten von Velvet Underground, The Seeds, The Electric Prunes und The Remains, die sie rauf und runter spielte. Natürlich ist “À l’aveuglette” von einem Garage-Punk-Album weiter entfernt als der Eifelturm vom CBGB’s, und natürlich hören wir hier nach wie vor ein modernes Chanson-Album – dennoch dringen diese Einflüsse stärker an die Oberfläche. “Les jeunes pousses” ist mit seinem unwiderstehlichem Drive das vielleicht druckvollste und “Nébuleux bonhomme” das rockigste Stück ihrer bisherigen Karriere. Der eigentümliche Beat von “Dunkerque” hätte auch einem Stück von Smog gut zu Gesicht gestanden. Doch bei allen Ecken und Kanten ist “À l’aveuglette” ein Album voller Tiefgang und Seele, das sich wieder ganz in den Dienst der schönsten Stimme der Nouvelle Scène Française (mindestens!) stellt. Wer einen Song wie “2013” hört – der davon handelt wie Françoiz Breut sich die Zukunft ihres Sohns vorstellt – der spürt nicht nur die neue, persönlichere Nähe ihrer Musik, sondern erlebt eine Künstlerin auf der Höhe ihres Schaffens. Das Stück wird ebenfalls auf der im November 2008 erscheinenden, neuen Compilation “Le Pop – les filles” vertreten sein. Damit schließt sich der Kreis vom ersten Le Pop Sampler und Françoiz Breuts umjubelten Beitrag “Si tu disais” zur Gegenwart – die Magie ist ungebrochen.

www.lepop.de

Tracklisting:

01. La conciergerie
02. Terre d’ombre
03. Les jeunes Pousses
04. Mouchoir de poche
05. Dunkerque
06. Golo
07. Nébuleux bonhomme
08. À L’aveuglette
09. L’étincelle ou la contrainte du feu
10. De fil en aiguille (ouvrages des dames)
11. 2013
12. Herr Rolf
13. Mots croisés
14. L’automne avant l’heure

The album Françoiz BreutA l’aveuglette” (Le Pop Musik) is going to be released November 7, 2008.

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